symptome

die auflistung der symptome, also der empfindungen, die uns das gefühl geben, krank zu sein, erscheint zunächst willkürlich.

die angabe von häufigkeiten erscheint mir nicht sinnvoll - es gibt kein 'pflichtsymptom' oder 'muß da sein befund':

'was häufig ist, ist häufig und was selten ist, selten' ist ein spruch, den ich während meines studiums öfters gehört habe. wenn es danach ginge, würde ich heute immer noch mit der fehldiagnose fußpilz und später sarkoidose herumlaufen.

viele dieser symptome sind allgemeiner natur, aber in ihrer kombination vielleicht wegweisend:

 

  kleine rötlich-blaue verfärbungen und schwellungen (granulome) in der haut - und nicht sichtbar überall im körper. diese sind die ursache für funktionseinschränkungen vieler organe.

  knochenschmerzen

  beides findet sich in einer entzündung wieder, die knochen, knochenhaut und die darüber befindliche haut befällt.

die sogenannte

  Ostitis multiplex cystoides Jüngling

viele bilder gibt es hierzu nicht im internet, aber einen beeindruckenden artikel habe ich gefunden. er ist aus dem jahr 1958 und als diagnose wird die sarkoidose angegeben:

FitzGerald P, Meenan FOC. Sarcoidosis of hands. J Bone Joint Surg [Br] 1958;40-B:256-61.

SARCOIDOSIS OF HANDS

dieses symptom wird als symptom der sarkoidose gewertet, aber lesen sie bitte hier: anmerkung zur diagnostik 

  trommelschlegelfinger (clubbing of the fingers)

hierzu zwei links zu wikipedia

        https://de.wikipedia.org/wiki/Trommelschl%C3%A4gelfinger

beziehungsweise die englische version:

         https://en.wikipedia.org/wiki/Nail_clubbing 

dieses symptom macht den anzunehmenden zusammenhang zu einer chronischen hypoxie (luftnot) deutlich, die durch eine störung der lungenfunktion hervorgerufen wird.

einen literaturhinweis findet sich hier:

Chronic Beryllium Disease: Diagnosis and Management

Environmental Health Perspectives Supplements Volume 104, Number S5, October

1996

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1469698/

    luftnot

zwei mögliche hintergründe:

        die bildung von granulomen geschieht häufig in der lunge. dadurch wird das normale lungengewebe in seiner funktion des austausches von sauerstoff (O2) und kohlendioxyd (CO2) zwischen körper und atemluft behindert. dies führt zu einer verminderung von O2 und einer erhöhung von CO2 im blut. die CO2-erhöhung führt viel schneller zum gefühl der luftnot als die O2-verminderung.

        schreitet die erkrankung fort, so wird immer mehr funktionierendes lungengewebe durch funktionsloses und weniger elastisches gewebe ersetzt (lungenfibrose). dies hat auch zur folge, daß der widerstand, der dem strömenden blut entgegengesetzt wird, größer wird. die rechte herzkammer muß immer mehr leistung aufbringen, um ausreichend blut durch die lunge zu pumpen. dies schafft das herz (die rechte kammer) auf dauer nicht und bricht langsam zusammen. es entsteht das sogenannte cor pulmonale (pulmonale hypertonie). dieses ist eine der häufigen todesursachen.

    husten

    verminderte belastbarkeit, erschöpfung

diese muß nicht im ursächlichen zusammenhang mit der verminderten lungen- und herzleistung stehen. erschöpfung ist ein allgemeines, unspezifisches symptom, vielleicht das, welches am wenigsten von der umwelt (und einem selber) verstanden und akzeptiert wird.

    gewichtsabnahme

dieses symptom scheint eines der 'lieblingssymptome' in der literatur zu sein, aber: 'alles kann, nichts muß'. die primäre ablehnung meiner schwerbehinderung geschah auch mit dem argument: ich hätte ja keine gewichtsabnahme. dies als beispiel eines gefährlichen 'pschyrembel - wikipedia' halbwissens.